Effektive Dekubitusprophylaxe ist auch vom Bettklima abhängig
Bei Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe sollte auch an das Bettklima gedacht werden. Häufig kommt es vor, dass Patienten nass geschwitzt im Bett liegen. Eine extreme Feuchtigkeit im Bett sorgt für das Aufquellen der obersten Hautschicht und damit für die Möglichkeit der Dekubitusentstehung.
Während der Nacht werden ca. 700 ml abgegeben. Zirka 33% werden ausgeatmet der Rest verteilt sich auf die Bettwäsche und die Matratze. Eine gut durchlüftete Matratze und atmungsaktive Bett- und Nachtwäsche absorbierten die abgegebene Flüssigkeitsmenge problemlos.
Aufgrund bestehender Inkontinenz wird oft eine ganze Menge an unnötigen Inkontinenzartikeln in die Betten der Patienten gelegt. Dadurch staut sich Wärme und Feuchtigkeit und die Funktion der Matratze wird aufgehoben bzw. beeinträchtigt.
Neben den oben genannten Textilien und Inkontinenzprodukten hat die Beschaffenheit von Matratzen großen Einfluss auf das Bettklima. Eine gute Matratze sollte Feuchtigkeit absorbieren können. Der Grad der Luftdurchlässigkeit einer Matratze wird unter anderem durch das Vorhandensein von Be- und Entlüftungsmöglichkeiten und einem atmungsaktiven Bezug bestimmt.
Ein Wellen- oder Würfelprofil auf der Matratzenoberfläche sorgt zusätzlich für einen Luft- und Flüssigkeitsaustausch. Diese Profile führen zu einer gewissen Weichheit der Matratze und bewirken eine perfekte Anpassung an empfindliche Körperstellen, wie Ellenbogen, Schulterblätter und Fersen.

